Aktionstage TV Stud

Bock auf Kaffee, ein bisschen Musik und Infos zu eurem Arbeitsrecht? Dann triff TVStud am Campus! In der TVStud Aktionswoche werden wir neben vielen anderen Aktionen am 01.06. und am 03.06. auch am Z-Campus präsent sein, um mit euch ins Gespräch zu kommen über eure Arbeit als studentische Beschäftigte an der Uni. Denn gemeinsam wollen und können wir unsere Arbeitsbedingungen verbessern, mehr Lohn und andere Forderungen, die wir zusammen aufstellen wollen, in einem Tarifvertrag erkämpfen.
Du fragst dich, was genau es mit TVStud, Tarifvertrag und Arbeitsrecht auf sich hat? Dann komm vorbei oder informier dich auf unseren Social-Mediakanälen. Außerdem kannst du unserem Telegram-Channel beitreten, um auf dem neusten Stand zu bleiben.

Keine Unterstützung bei Diskriminierung?

Die Stelle der Antidiskriminierungsberatung für Studierende (ADS) wird ab dem 15. August nicht mehr fortgeführt. Ein Skandal!
Wir wissen doch selbst nur zu genau, dass Diskriminierungen nicht nur ein individuelles, sondern ebenfalls ein strukturelles Problem und damit Teil unseres universitären Alltags sind.
Eine Stelle, die unsere Erlebnisse ernst nimmt, uns berät und begleitet und bei der wir explizit Vorfälle melden können ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg, Diskriminierungen sichtbar zu machen um sie auf Dauer zu bekämpfen.
In einer Aktionswoche vom 07. bis zum 11. Juni wollen wir auf diesen Missstand aufmerksam machen: Folgt unseren Social Media Kanälen und bleibt up to date, was genau die ADS eigentlich macht, wieso wir als Studierende sie brauchen und was ihr selbst tun könnt, um zu protestieren.

Bereits ab dem 15. Juli ist das Büro nicht mehr besetzt! Bis dahin könnt ihr allerdings noch sowohl selbst erlebte als auch beobachtete Vorfälle melden oder selbst Beratung in Anspruch nehmen.

Erklärung zur Erhöhung des Studierendenschaftsbeitrags

Liebe Studis,
am 17.05.2021 ist der Antrag auf eine Erhöhung des Studierendenschaftsbeitrags von 9€ auf 14€ pro Semester im Studierendenparlament angenommen worden. Wir wissen um die aktuell schwierige finanzielle Lage vieler Studierender und sind uns der Verantwortung bewusst, die mit der Erhöhung einher geht. Jedoch ist diese seit Jahren überfällig, und um Transparenz zu schaffen, möchten wir euch das Ganze erklären.

Wenn ihr euren Semesterbeitrag in Höhe von ca. 390€ zahlt, gingen davon bisher 9€ an die studentische Selbstverwaltung. Darunter fallen der AStA, die Fachschaften und Lehramtsstudierendenvertretung (LSV), der Ausländische Studierendenrat (ASR) und der Hochschulsport. Diese Gremien leisten zentrale Arbeit, um das Lehren, Lernen und Leben auf dem Campus so zu gestalten, dass ihr euch wohlfühlt.
Nun haben wir in den letzten Jahren immer wieder feststellen müssen, dass es all diesen Gremien sehr oft nicht möglich ist, ihre wichtige Arbeit umzusetzen, weil es schlicht an der Finanzierung mangelt. Wir haben uns also entschieden den Beitrag zu erhöhen.

In unsere Überlegung gingen vor allem folgende Aspekte ein:
Bei laufenden Kosten, die in den letzten Jahren immer weiter gestiegen sind, wird es immer schwerer einen funktionsfähigen AStA zu stellen. Es standen immer weniger Projektmittel zur Verfügung, sodass wir wichtige Aufgaben, die wir auch im politischen Bereich sehen, kaum noch bearbeiten können. Um wichtige studentische Projekte wie zu Beispiel die Radikarla*, aber auch ganz neue Ideen wie einen Unverpackladen, oder Projekte im Rahmen der Initiativenförderung unterstützen zu können, wurde vor allem an den Sachbearbeiter:Innen gekürzt, die trotz weniger Wochenstunden im Namen des Engagements Überstunden leisten, um einen funktionsfähigen AStA zu gewährleisten. Wir standen zunehmend dem Problem gegenüber, dass die zur Verfügung stehenden Gelder für Projekte und Personal nur ausreicht, wenn wir die Leute prekär beschäftigen.

Wie bereits beschrieben, fließt das Geld aus dem Studierendenschaftsbeitrag nicht nur in den AStA, sondern kommt auch den Fachgruppen und Fachschaften zugute, die bei steigender Inflation weiterhin gute Projekte, O-Phasen und so weiter planen müssen. Dabei ist auch zu beachten, dass aus ökologischer Perspektive Anschaffungen getätigt werden sollten, die langfristig zu einer nachhaltigen Studierendenschaft beitragen, und mit Mehrkosten einhergehen.

Es gibt vier weitere Gremien, die auf Dauer besser ausfinanziert werden müssen. Der Ausländische Studierendenrat soll ein höheres Budget bekommen, damit auch denjenigen ausländischen Studierenden, die in schlechter finanzieller Situation sind, besser geholfen werden kann. Bereits im letzten StuPa wurde ein Antrag beschlossen, der das Budget des Hochschulsports und der Lehramtsstudierendenvertretung erhöht. Um mehr Vernetzungsarbeit unter Lehramtsstudierenden zu leisten, sollte auch dieses Gremium besser finanziert werden. Zusätzlich sollte die Vertretung für Studierende mit Beeinträchtigung neu konzipiert und gestärkt werden. Die Nachfrage besteht also nicht allein aus Sicht des AStA, sondern ist gremienübergreifend. Hier wird auf eine faire Verteilung geachtet werden.

Wir verstehen vollkommen, dass einige von euch wütend sind, weil der Semesterbeitrag die letzten Jahre so häufig gestiegen ist. Wenn ihr jedoch in die Tabelle schaut seht ihr, dass in den letzten Jahren nicht der Beitrag, den die studentischen Gremien erhalten, gestiegen ist, sondern alle anderen Posten. In Niedersachsen liegt der Beitrag für die studentischen Gremien bei durchschnittlich 16€, somit liegen wir auch nach der Erhöhung auf 14€ noch deutlich unter dem landesweiten Durchschnitt. Weiterhin sehen wir die Schuld an der schlechten finanziellen Lage von Studierenden maßgeblich bei der Landesregierung, die vor allem an Universitäten und Studierenden spart. Nicht zuletzt sollen im Rahmen der aktuellen Globalen Minderausgabe allein 3,3 Millionen Euro gespart werden und weitere Kürzungen sollen folgen. Aus genau diesem Grund setzen wir uns natürlich auch für sozialen Wohnungsbau, vernünftige Corona-Hilfen für Studierende und weitere Projekte zur Verbesserung der studentischen Lebenssituation ein. Als AStA bieten wir Studierenden außerdem ein zinsfreies Sofortdarlehen an und es gibt die Möglichkeit auf Semesterticketrückerstattung.

Um langfristig gute Bedingungen für Studierende zu erreichen, braucht es eine starke Studierendenvertretung, die politischen Druck macht. Seien es die immer weiter steigenden Mieten, die für Studierende oft unbezahlbar sind, oder die starke Unterfinanzierung der Uni, die die Studienqualität deutlich verschlechtert – es muss sich etwas tun. Realität ist, dass durch den profitorientierten Wohnungsmarkt und fehlende politische Regulierung die Mieten durch die Decke gehen und guter und bezahlbarer Wohnraum zur Mangelware wird. Dass die Uni chronisch unterfinanziert ist und dass der politische Wille nicht besteht, eine stabile Finanzierung zu sichern, zeigt einmal mehr, dass Qualitätsverlust und auch schlechte Arbeitsbedingungen von den politisch Verantwortlichen billigend in Kauf genommen werden. Wir sehen also – gute Studien- und Arbeitsbedingungen sind kein Selbstläufer, sondern es braucht uns alle, die sich dafür einsetzen. Dabei muss langfristig gedacht werden und kontinuierliche Arbeit dafür erfolgen. Studierende können sich nicht aus sozialen und politischen Fragen heraushalten – es betrifft uns als Studierende, als Teil der Gesellschaft.
Damit sich also langfristig etwas ändert und wir gute Lebens- und Studienbedingungen schaffen, müssen wir dafür aktiv werden.

Wenn ihr Fragen zum Studierendenschaftsbeitrag oder dem Erhöhungsbeschluss habt, wendet euch gerne jederzeit an uns.

Kundgebung gegen Sparmaßnahmen an der Uni

Viele Fakultäten unserer Universität haben seit Jahren Finanzierungsprobleme und die Arbeits- und Studienbedingungen an der Uni sind in vielen Bereichen schon jetzt schlecht. Jetzt kürzt das Land Niedersachsen erneut mehrere Millionen Euro und die Lage verschlechtert sich weiter. Die drohende Schließung der Skandinavistik war ein deutlicher Warnschuss.

Wir vom Anti-Sparmaßnahmen Bündnis sagen: Diese Kürzungen müssen nicht sein! Bildung muss Priorität haben und in anderen Bundesländern geht „mehr Geld für Bildung“ schließlich auch, trotz Corona.
Die Schließung der Skandinavistik haben wir uns nicht gefallen lassen und genauso lassen wir uns die Sparmaßnahmen an anderen Fakultäten und Bereichen nicht gefallen. Denn die Kürzungen machen unsere Arbeits- und Studienbedingungen schlechter.

Das Bündnis lädt daher zusammen mit dem AStA, TVStud und Uni Göttingen unbefristet zur Kundgebung am Mittwoch, 12.04., 17 Uhr am Willi ein. Morgens am gleichen Tag sind Studierende und Beschäftigte auch in Hannover mit einer Fahrraddemo vor dem Landtag, um gegen die Kürzungen zu protestieren.

Wir sind alle Betroffene: Als Studis, deren Tutorien gekürzt werden, die keinen Platz im Sprachkurs bekommen, deren mangelhafte Laborausstattung Gesundheitsrisiken erzeugt und als Studis, die keine*n Betreuer*in für unsere Abschlussarbeit finden. Als Lehrende und MTV-Beschäftigte, die sich von einem Vertrag zum nächsten hangeln müssen, deren Vertrag nicht verlängert wird und die die Arbeit ihrer Kolleg*innen nun zusätzlich übernehmen müssen.

Als Menschen, deren Studien- und Arbeitsbedingungen sich immer weiter verschlechtern, sagen wir: Wir haben da keinen Bock drauf! Geld ist genug da, wir sind gegen Sparmaßnahmen und für gute Studien- und Arbeitsbedingungen für alle.
Kommt mit uns zum Willi!

Tragt medizinische Masken (am besten FFP2), haltet ausreichend Abstand zu anderen Teilnehmer:innen und bleibt zuhause, wenn ihr Krankheitssymptome zeigt.

*Zurzeit warten wir noch auf die offizielle Bestätigung der Versammlung.

#EntfristenStattStreichen #StoptheCuts #SparWarstheUniversitystrikesback 😉

Semester-Auftakttreffen

Studentische/Wissenschaftliche Hilfskräfte und Tutor*innen aufgepasst! Am Donnerstag um 18 Uhr findet das Semester-Auftakttreffen von TVStud statt. Die Initiative fordert einen Tarifvertrag für studentische Beschäftigte, was mehr Lohn, längere Vertragslaufzeiten und demokratische Mitbestimmung bedeuten würde. Neugierig geworden? Dann schnapp dir deine Kolleg*innen und interessierte Kommiliton*innen und sei beim Treffen dabei. Mehr Infos findest du hier in der
facebook-Veranstaltung

Neuer Rückenwind für TVStud – Die bundesweite Kampagne läuft in Göttingen erfolgreich an

Studentische Beschäftigte machen bundesweit und auch in Göttingen für einen Tarifvertrag mobil. Mit der bundesweiten Petition „Keine Ausnahme – für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen für studentische Beschäftigte“ mit der studentische Hilfskräfte an vielen Städten in Deutschland auf ihre prekäre Arbeitssituation aufmerksam machen wollen und Verbesserungen fordern, konnten schon über 2500 Unterschriften gesammelt werden. An diesem Donnerstag den 06. Mai findet zudem das Semester-Auftakttreffen der Initiative statt, das ein Meilenstein für anstehende Tarifkampagne darstellt.

Mit einer gemeinsamen Petition fordern die studentischen Beschäftigten von der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) und den zuständigen Landesministern endlich die Blockadehaltung gegen-über den Gewerkschaften ver.di und GEW aufzugeben und über eine tarifliche Absicherung der studentischen Beschäftigten zu verhandeln. 484 Personen aus Wissenschaft, Gewerkschaften und Politik haben die Petition bereits als Erstunterzeichner*innen unterstützt. Mittlerweile zählt die Petition schon über 2500 Unterschriften – Tendenz steigend.
„Die Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft sind prekär und das fängt bereits bei uns Hilfskräften an. Häufig werden nicht einmal Mindeststandards eingehalten, wie die Gewährung von bezahltem Urlaub und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Das muss sich dringend ändern! Außerdem fordern wir existenzsichernde Löhne und Mindestvertragslaufzeiten, statt Kettenbefristungen“, macht Hannah Grondmann von TVStud Göttingen deutlich.
„Wir als AStA unterstützen die Initiative aus vollen Kräften“, so Pippa Schneider die aktuelle AStA-Vorsitzende. „Die aktuellen Arbeitsbedingungen für studentische Beschäftigte sind so nicht tragbar und es braucht dringend eine Verbesserung. Deshalb rufen wir alle studentischen Beschäftigten auf zum Auftakttreffen zu kommen. Dort wird es darum gehen, was die nächsten Schritte hin zum Tarifvertrag sind und wie wir die Uni an den Verhandlungstisch bekommen.“
Im Gegensatz zu vielen anderen Universitäten, wo der Tarifvertrag nur Landesweit abgeschlossen werden könnte, ist es an der Georg-August-Universität möglich einen lokalen Haustarifvertrag abzuschließen. Als Stiftungsuniversität genießt die Uni mehr Autonomie und kann die Verbesserungen unkompliziert selbst umsetzen. Hannah Grondmann erläutert: „Wir nehmen die Hochschulleitung konkret in die Pflicht für eine Verbesserung unserer Arbeitsbedingungen zu sorgen. Hier ist auch der neue Präsident Metin Tolan gefragt, gleich von Anfang an Farbe zu bekennen.“

Die Initiative TVStud Göttingen setzt sich seit dem Frühjahr 2020 für einen Tarifvertrag für die rund 2.000 studentischen Hilfskräfte an der Universität Göttingen ein. Ziel ist eine umfassende Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten. TVStud Göttingen ist bundesweit mit vielen weiteren Initiativen vernetzt.

Mehr Informationen zur Göttinger Initiative: https://tvstudgoettingen.de/
Mehr Informationen zur bundesweiten Kampagne und Petition „Keine Ausnahme“: https://tvstud.de/

Studentische Initiativen stellen sich vor – Initiativen-Treffen

Das Hochschulreferat wird Ende Mai/Anfang Juni ein Initiativen-Treffen veranstalten. Dabei sollen studentische Initiativen die Möglichkeit bekommen sich vorzustellen. Gerade in den Zeiten von online-Lehre und fehlendem Austausch mit Kommiliton*innen, soll die Veranstaltung helfen die Initiativen bekannter zu machen, Studierende zu informieren und für die Mitarbeit zu begeistern.
Ihr habt dazu Fragen oder Ideen?
Meldet euch unter hochschule@asta.uni-goettingen.de bei uns!

Linker AStA gewählt

In seiner Sitzung am 31.03.2021 wählte das Studierendenparlament einen neuen AStA. Dieser besteht aus der Grünen Hochschulgruppe, der Alternativen Linken Liste, der Nordcampus Hochschulgruppe, der Volt und Schwarz-Rot Kollabs und schließt an die Arbeit des letzten linken AStAs an.

Als Vorsitzende wählten die Parlamentarier*innen Pippa Schneider (GHG), die im letzten Jahr das Finanzreferat besetzte. Finanzreferentin in diesem Jahr ist Maj-Britt Sundqvist (ALL) und neue Hochschulreferentin Hannah Bornemann (GHG). Die fünf Pflichtreferate werden vervollständigt durch Luca Baetz (ALL) im Außenreferat und Elisa Bröcker (GHG) im Sozialreferat. Außerdem wurden als zusätzliche Referate ein Referat für „Ökologie, Nachhaltigkeit und Gesellschaft“ und ein Referat für „Digitalisierung“ eingerichtet und mit Adrian Friedrich (GHG) und Lorenz Glißmann (Nordcampus HSG) besetzt.

Eines der Schwerpunktthemen wird der Kampf gegen die Unterfinanzierung der Universitäten sein. Mitten in der Corona- und der Klimakrise kann nicht an guter Wissenschaft gespart werden. Hierzu gibt es bereits weitreichende Vernetzung in einem breiten Bündnis aus Göttinger Studierenden und Beschäftigten.
Auch die schwierige Situation der Studierenden während der Corona Pandemie ist dem neuen AStA ein Anliegen. Studierende stehen hier vor vielfältigen Problemen, seien es finanzielle Engpässe, nach dem Verlust des Jobs, oder Prüfungsphasen während des Lockdowns. Hierzu müssen studifreundliche Lösungen gefunden werden unter anderem auch durch die Vernetzung mit den ASten anderer niedersächsischer Universitäten.
Bestehende erfolgreiche Projekte sollen weiter geführt werden. Hier ist als wichtiges Beispiel die Basisinitiative TVStud zu nennen, die in Vernetzung mit anderen Universitäten, für einen Tarifvertrag und damit bessere Arbeitsbedingungen für studentisch Beschäftigte, streitet.

Ein Fokus soll auch auf Studierenden liegen, die von Diskriminierung und Benachteiligung wie zum Beispiel Rassismus, Sexismus, Antisemitismus oder Transfeindlichkeit betroffen sind. Hier ist der Plan sowohl eng mit der Antidiskriminierungsstelle der Universität zusammenzuarbeiten als auch eine Vernetzung mit Stadtgruppen, die bereits schwerpunktmäßig dazu arbeiten. Außerdem wird die im letzten AStA gegründete peer-to-peer Transberatung weitergeführt werden. Um den Blick auch über die Göttinger Hochschullandschaft hinaus zu wagen, wird sich der AStA unter Anderem auch in der LandesAStenKonferenz in den entsprechenden Arbeitskreisen einbringen, sowie den antifaschistischen Schwerpunkt des letzten Jahres fortführen.

Auch die beiden zusätzlichen inhaltlichen Referate zeigen weitere Schwerpunkte. In Zeiten der Klimakrise hat auch die Universität ihren Teil zu leisten. Ziel soll hier eine umfassende und echte Nachhaltigkeitsstrategie und eine Einrichtung und Stärkung einer unabhängigen Stelle für Nachhaltigkeit sein. Für den Bereich der Digitalisierung ist, neben einer umfassenden Modernisierung der Selbstverwaltung, ein Empowerment der Studierenden zentral. Beide Referate sind offen und laden alle interessierten Studierenden zur Mitwirkung ein.

Kleine Fächer gemeinsam gegen Sparmaßnahmen – Skandinavistik erhalten!

Demo | Di, 27.4. | 16 Uhr | Gänseliesel (mit Masken und Abstand)

Dezentrale Schilderaktion | Skandinavisches Seminar, Käte-Hamburger-Weg 3

Solidarisch für Bildungsvielfalt und gegen Sparmaßnahmen!

Nachdem bereits die Finno-Ugristik, Niederlandistik und Indologie durch den Sparkurs der Georg-August-Universität Göttingen geschlossen wurden, bedroht diese katastrophale Haushaltspolitik nun auch weitere kleine Studiengänge, darunter die Skandinavistik. So sollen – entgegen früherer Versprechen – die vakante Professur und die auslaufende Juniorprofessur der Skandinavistik nicht neu besetzt werden. Dies würde langfristig eine Schließung des Instituts bedeuten. So begeistert die Uni Göttingen auch mit ihrem Leitbild in publica commoda werben mag – was sie tatsächlich in der Praxis umsetzt, ist keine Politik zum Wohle aller.

Obwohl die Einsparungen vorrangig kleine Fächer betreffen, ist diese Entwicklung nur ein Symptom eines größeren Problems. Unser Bildungssystem ist bekanntlich massiv unterfinanziert: Schüler*innen lernen in maroden, überfüllten Klassenräumen mit technischer Ausstattung aus dem letzten Jahrhundert, während den Universitäten nur ein kleines Budget zugewiesen wird, in dem weder an Inflation noch steigende Löhne gedacht wurde. Die finanziellen Lücken sollen Lehrende mit Drittmitteln aus der Wirtschaft füllen. Wir glauben aber, dass Bildung und Wissenschaft nicht an wirtschaftlichen Interessen orientiert sein darf, sondern der Gesamtgesellschaft dienen muss. Zusätzlich zu diesen seit Jahren ausgeprägten Missständen entschied das Land Niedersachsen unter Federführung von CDU und SPD angesichts der Corona-Krise noch weiter an unserer Bildung zu sparen.

Wir fordern eine vielfältige Universitätslandschaft, die nicht von Einzel- und Wirtschaftsinteressen kontrolliert wird. Deshalb kommt mit uns auf die Straße und kämpft mit uns am Dienstag, den 27.04. (16 Uhr Gänseliesel) solidarisch für die Skandinavistik, für kleine Fächer und gegen Sparmaßnahmen auf Kosten unserer Bildung! Wenn ihr euch schon jetzt solidarisch zeigen und eure Forderungen sichtbar machen wollt, dann bastelt einfache Pappschilder, schreibt/malt eure Ideen darauf und platziert sie auf dem Rasen vor dem Skandinavischen Seminar (Käte-Hamburger-Weg 3)! Im Zuge der Demo werden wir die Schilder gemeinsam einsammeln, und beim Dekanat der Philosophischen Fakultät hinstellen. Gerne könnt ihr auch Fotos von euren Plakaten machen und diese mit den bekannten Hashtags über Social Media teilen!

Als solidarisches Verhalten verstehen wir auch, die Gesundheit anderer zu schützen. Tragt medizinische Masken (am besten FFP2), haltet ausreichend Abstand zu anderen Teilnehmer*innen und bleibt zuhause, wenn ihr Krankheitssymptome zeigt.

Wir akzeptieren außerdem keine Nationalflaggen und andere nationalistische Symbolik!

#endangeredhumanities #KleineFächerRetten #GeorgAugustUniversität

Amtswechsel im AStA

Mit Beginn der konstituierenden Sitzung des Studierendenparlaments heute um 13:30 scheiden alle Referent*innen des AStA aus dem Amt. Wir bedanken uns dafür, dass wir euch im vergangenen Jahr vertreten durften und blicken auf eine erfolgreiche Zeit zurück.
Mehr dazu lest ihr auch in unserem letzten Bericht für das StuPa.

Da aktuell nicht ganz klar ist, wer den nächsten AStA stellen wird und wann dieser im Amt ist, kann es zu Verzögerungen bei Anfragen aller Art kommen.
Bei einigen Services wie der Rechtsberatung könnt ihr euch aber weiter an das Sekretariat wenden.

Wir verabschieden uns von euch und wünschen unserer Nachfolge alles gute.
Vergesst nicht, kritisch zu bleiben und laut, denn genau das haben wir an der Göttinger Studierendenschaft lieben gelernt!

Euer AStA Team 2020/21