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Revolution der Reproduktion? – Bini Adamczak

6. Juli @ 18:00 - 20:00

Vor 104 Jahren brach die Russische Revolution aus. Menschen, die eben noch für Frauen gehalten wurden, zogen sich Hosen an, schoren sich die Haare, griffen zu Zigaretten und Gewehren. Bald darauf ließen sie sich scheiden – ein handgeschriebener Zettel reichte dafür. Es war auch eine queerfeministische Revolution. Sie brachte neben der Legalisierung von Abtreibung und Homosex erste tapsige Schritte zur Auflösung der Familie.

Familie bildete, als Produktionseinheit, den zentralen Angriffspunkt der sowjetischen Emanzipationspolitik. Denn die wollte an den materiellen Grundlagen ansetzen. Das kommunistische Glück, ohnehin von einer maskulinen Norm getrübt, hielt nicht lange.

Aber das in der Revolution gegebene Versprechen bleibt lebendig. Es ist, offenkundig, noch lange nicht erfüllt. Laut Alexandra Kollontai, erste Ministerin der Moderne, ist es das Versprechen auf eine Welt, deren gesellschaftliche Bindungen von solcher Zärtlichkeit sind, dass sie keine Flucht in die Liebe, weil keine Angst vor der Einsamkeit mehr kennt.

Nach einem Input von Bini Adamczak diskutieren wir mit ihr all das und noch viel mehr.

Seid dabei! Am 6. Juli um 18 Uhr bei Zoom.
Meeting ID: 637 1633 1574
Password: repro

Die Veranstaltung wird vom Referat Studieren mit Kind des AStA der HU Berlin und dem Referat für politische Bildung und Diversity des AStA der Universität Göttingen zusammen mit @feminismusundfamilie organisiert.

Die Veranstaltung findet in deutscher Lautsprache mit simultaner deutscher Schrift-Verdolmetschung statt.

Details

Datum:
6. Juli
Zeit:
18:00 - 20:00
Webseite:
https://hu-berlin.zoom.us/j/63716331574?wd=ajh1WkJxYjJxSHpDTGVOR2V5ejZyQT09

Veranstaltungsort

online

Veranstalter

AStA Referat für politische Bildung und Diversity
AStA HU Berlin
@feminismusundfamilie